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Susan’s Beauty Blog


Bakterien in der Flasche

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by Susann Ellsworth | 09.09.2019 |

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Es ist 2019 und das Schlagwort "Mikrobiom" in aller Munde. Unzählige "neue" Pflegeprodukte sind auf dem Markt, die alle für sich behaupten, das Mikrobiom der Haut zu reparieren. Die chemische Analyse dieser "Wundermittel" ergibt allerdings leider, dass es sich dabei meistens um Trockenjoghurt in Creme oder Lotion handelt - mit anderen Zusatzstoffen natürlich. Grundsätzlich ist das nicht schlecht – hat aber nichts zu tun mit dem Mikrobiom der Haut.

Werden solche Rezepturen jedoch mit Sinn und Verstand in Synergie mit der Mikroflora unserer Haut konzipiert, dann sind sie in ihrem Bereich einfach unschlagbar.

Um das zu erreichen beginnen wir mit einer Grundlagenanalyse der natürlichen, hautfreundlichen Bakterien. Diese gehören meist zur Kategorie der grampositiven Kategorie. Bitte beachten Sie hier, dass solche Rezepturen nur wirklich wirksam anwendbar sind, wenn ein Defizit an natürlichen grampositiv Bakterien vorliegt. Diese finden wir gewöhnlich hinter den Ohrläppchen sowie zwischen Nasenwurzel und Orbita (Augenhöhlenknochen).

Chemoorganotroph

Organismen, die Energie durch chemische Reaktionen mithilfe organischer Stoffe erzeugen und so die Tür für extrazellulare Enzymaktivität öffnen. Diese organischen Stoffe können auch totes Zellmaterial oder auf der Epidermis abgelagerte Stoffwechselschlacken sein.

Prebiotika

Für Bakterien unverdauliche Bestandteile die ihren Wirt (Haut/Darm) günstig beeinflussen und gezielt anregen und somit die Gesundheit des Wirts verbessern. Können die freundlichen Mikrobiom-Kolonien in den zuvor benannten Arealen stimulieren und reduzieren Zellablagerungen, so können sich die gesunden Bakterien frei auf der Haut verteilen, um ein Übermaß unfreundlicher (oft gramnegative) Bakterien abzuwehren.

Probiotika

Bakterien/Organismen aus der Milchsäure, aber auch Hefebakterien oder andere Arten können in Rezepturen verwendet werden. Sie helfen auch gute Kolonien zu erhalten und unfreundliche Bakterien und Fungi abzuwehren.

Diese wichtige Mikrobiom-Gruppe existiert auf gesunder Haut aber auch im Darm. Dort agiert sie aber in ganz andere Weise und ist somit ganz anders zu bewerten.

Actinobacteria grampositiv

Man findet sie im Erdreich, in Gewässern und kompostierten Pflanzen sowie Humus (was vielleicht erklärt, warum das Immunsystem bei Menschen die z.B. in den 50ern geboren wurden oft viel belastbarer und stabiler ist als bei vielen jungen Menschen..... „wir spielten noch im Dreck"). Sie können hier Schadstoffe und komplexe Verbindungen abbauen aber auch beim Menschen als Krankheitserreger fungieren.

Bacteroides fragilis

gehören zu den gramnegativen, anaeroben und nicht sporenbildenden Stäbchen-Bakterien. Sie sind Teil der gesunden, ausbalancierten Darmflora. Man findet sie häufig bei Mischinfektionen zum Beispiel Aktinomycose. Diese Infektionen entstehen, wenn diese Bakterien ins umliegende Geweben eindringen oder z.B. ins Blut (Mikro-Needling, Blading), nach chirurgischen Eingriffen, bei Dermatitis, Akne, Ekzemen usw.

Firmicutes

Grampositive Bakterien mit dicken Zellwänden. Leisten einen hohen Beitrag zur bakteriellen Homöostase und wirken entzündungshemmend sowie antibakteriell.

Proteobacteria

Ein ultimativer Räuber der gramnegativ Kategorie. Können der Zelle durch Phagozytose (in Verbindung mit Stickstoff) wichtige Nährstoffe aber auch gefährliche Gifte entziehen. Ein doppelseitiges Schwert. Hier muss die Rezeptur intelligent mit Messenger-Vorboten formuliert werden, damit Reaktionen in die richtige Richtung gelenkt werden.

Interessanter Denkansatz: Möglicherweise stammen alle Mitochondrien von endosymbiontischen Proteobacteria ab.

DIE BÖSEN JUNGS!

Micrococcus

Ist in geringem Maße Teil der gesunden Hautflora, vermehrt sich aber in einem Milieu mit einem pH-Wert bis 10 beständig und wird daher oft bei Menschen mit gestörtem Säuremantel, schlechter Hauthygiene oder schlechten Pflegegewohnheiten sowie Hautunreinheiten gefunden. Micrococcus verhalten sich symbiotisch zu Viren – sie können sich von der Mundschleimhaut über die Haut und auch auf andere Körperregionen und Menschen übertragen. Beispiel: Kontakt-Dermatitis, Periorale Dermatitis, Scheidenpilz. Hier ist jeweils die bakterielle Homöostase gestört.

Streptococcus

Die meisten Kolonien sind harmlos, können aber sehr gefährlich werden bei geschwächtem Immunsystem oder wenn Sie in die Blutbahn/Schleimhäute gelangen. Gesundes, natürliches oder biochemisch „nachgebautes" Sebum hält sie in Schach bzw. lässt sie absterben! Daher findet man sie gewöhnlich nicht auf gesunder Haut mit intaktem Säuremantel und Mikrobiom.

Malassezia

Eine Pilzart, die sich häufig auf der Haut ansiedelt aber manchmal als Ekzem fehldiagnostiziert wird. Sie kann Hypo- und Hyperpigmentierung verursachen. Sie sind Teil der normalen Hautflora und ernähren sich meist von Fetten.

In der Testphase der DMK-Rezepturen wurden diese bei einem Probanden asiatischer Herkunft getestet, der seit Jahren unter hyperpigmentierten Ekzemen litt. Alle Symptome verschwanden innerhalb 48 Stunden. Die Ursache war der Malassezia Pilz.

DIE SUPER STARS!

Lactobacillus

Diese freundlichen, grampositiven, inerten (inaktiven), probiotischen Bakterienkulturen (auch L. acidophilus) werden als sehr hilfreich zur Verbesserung von diversen Hautproblemen bewertet. Sie begrenzen die Anzahl pathogener (krankmachender) Bakterien, Parasiten (z.B. Demodex-Milbe als Ursache von Rosazea) und die Verbreitung von Viren. Sie leben meist im Verdauungssystem und Genitalbereich ohne Probleme zu verursachen. Man findet sie auch in fermentierter Nahrung.

Bifidobacterium

aus dem lateinischen „bifidus", bedeutet gespalten, gabelförmig. Sie bauen Zucker, auch Milchzucker, über einen komplizierten Energiestoffwechselweg über Milchsäuregärung zu Milchsäure um. Diese Kulturen fördern probiotische Aktivitäten und wehren pathogene (krankmachende) Keime ab. Häufig in sogenannter „Funktions-Nahrung" oder Nahrung mit „Extra-Nutzen" (Sportnahrung) enthalten.

DMK EnbiomentTM System

DMK Enbioment System

Dank intensiver Forschung im Bereich der Mikrobiologie und Bakteriologie kann nun tausenden von Menschen durch diesen Trend geholfen werden – vorausgesetzt es kommen intelligent konzipierte und wirkungsvolle Rezepturen auf den Markt.

Im nicht-medizinischen Bereich der Hautpflege-Industrie wird sich dadurch vieles in Bezug auf Hautprobleme und deren Behandlungsmöglichkeiten zum Positiven verändern. Damit die verwaltenden Behörden weltweit nicht regulierend eingreifen müssen ist es wichtig, immer darauf zu verweisen, dass wir der Haut helfen, sich selbst zu helfen indem wir das bestmögliche Pflegeumfeld schaffen. Auch sollte immer im Vordergrund stehen, dass solche „Ergebnis orientierten" Produkte nur dort eingesetzt werden wo tatsächlich ein defizitäres Mikrobiom der Haut vorliegt.

Aber wie das bei einem Trend nun mal häufig so ist, wird er vermarket wo es nur geht. Das ist Gott sei dank in diesem konkreten Fall nicht gesundheitsschädlich – jedoch sind eben wirklich wirksame Produkte in diesem Bereich auch nicht einfach zu entwickeln oder herzustellen. Es geht ja darum lebende Sporen und Organismen unterschiedlicher Quellen in Behältern so lange inert (inaktiv) lebendig zu erhalten, bis sie zum Einsatz kommen. Kein Kinderspiel wie man sich vorstellen kann.

Nach intensiver Forschung und Zusammenarbeit mit führenden Fachleuten auf dem Gebiet der Bakteriologie hat DMK ein einfach anzuwendendes, hoch wirksames Pflege-Protokoll entwickelt. Es heißt DMK ENBIOMENT®

Hier noch ein Schlussgedanke

Vielleicht haben wir doch in den letzten Jahrzehnten zu „anti-bakteriell" gelebt, gedacht und gehandelt im Hinblick auf die rasant zunehmenden Hauterkrankungen aufgrund von Störungen des Mikrobioms. Denn für gesunde Haut, Schleimhäute und Körper ist die BALANCE, die Homöostase der „guten und schlechten" Mikroben (Pilze, Viren, Archaeen (Urbakterien) und vor allem Bakterien) ausschlaggebend. Ein gesundes Hautmikrobiom also.

Unser Ziel muss es sein, diese Balance in täglicher Routine mit wirksamen Rezepturen zu unterstützen und zu optimieren. Leider wird der Markt derzeit schon überschwemmt mit unwirksamen „probiotischen" Produkten - meist wie schon erwähnt aus getrocknetem Joghurt in Creme oder Lotion. Natürlich kann man dies als ungefährlich einstufen nur reicht es einfach nicht aus um die Homöostase unseres Hautmikrobioms auszubalancieren. Nur Rezepturen mit lebendigen, „schlafenden" Kulturen können das – nicht einfach, aber DMK hat´s geschafft!

Noch Fragen? Schreiben Sie mir!
@dmkgermany #dmkskin #dmkenzyme #DMKenbioment

https://www.instagram.com/dmkgermany/


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